Chrome-Werbung: Ab August gelten neue File-Size-Standards

Chrome-Werbung: Ab August gelten neue File-Size-Standards

Aus für Stromfresser bei der Chrome-Werbung: Ab Ende August 2020 blockiert der Google-Browser datenintensive Anzeigen. Wir erklären, was der neue Standard ist – und was Publisher beachten sollten.

Künftig will Google Werbeanzeigen mit hohem Strom- und Datenverbrauch sperren und einen neuen Standard für Chrome-Anzeigen einführen. Dies soll die Werbequalität steigern und die User Experience (UX) verbessern. Der Hintergrund: Noch bevor eine Webseite komplett geladen ist, werden zahlreiche Daten sowie Skripte übermittelt. Das verlangsamt den Ladeprozess und „verschwendet“ das Datenvolumen sowie die Akkulaufzeit von Smartphones. Zudem belasten solche Ads unnötig Netzwerke und produzieren Zusatzkosten – so Google.

Deshalb spielt der Konzern ab Herbst 2020 in seinem Browser keine datenhungrige Werbung mehr aus. Stattdessen erscheint beim User eine Fehlermeldung. Zwar betrifft dies nur 0,3 Prozent der Anzeigen auf dem Chrome Browser. Doch laut Google machen größere Anzeigen einen Datenverbrauch von 27 Prozent und eine CPU-Last von 28 Prozent aus – was für den geringen Anteil solcher Werbeformate zu viel ist.

Das ist der neue Standard für Chrome-Werbung

Mit dem neuen Chrome Update soll der integrierte Werbeblocker Ads erkennen, die zu viele System-Ressourcen verbrauchen. Dazu zählen vor allem Zahlenwerte der Internetbandbreite und der Rechenleistung.

Ab September gelten voraussichtlich diese neuen File Size Limits:

  • Datenverbrauch: 4 MB
  • Prozessor-Auslastung: maximal 15 Sekunden für die CPU-Last innerhalb von 30 Sekunden – insgesamt 60 Sekunden

Noch sind diese Werte nicht final. Aktuell läuft eine Testphase. Erst nach deren Ablauf Ende August soll die neue Funktion an alle Nutzer ausgerollt werden.

Chrome bekämpft weiterhin Bad Ads

Mit dem geplanten Update erweitert Google seine Kampagne gegen die sogenannten Bad Ads. Der Konzern weist darauf hin, dass stromfressende Chrome-Werbung häufig schlecht programmiert oder nicht für die Nutzung in einem bestimmten Netzwerk optimiert ist. Dazu zählen zum Beispiel Anzeigen, die für das Mining von Kryptowährungen – also das Erzeugen von Bitcoins – konzipiert sind. Sie verbrauchen zu viel Energie und belasten unnötig die bereits stark strapazierten Netzwerke.

Ein weiteres Argument für die neuen Chrome-Werbung-Limits: Datenintensive Anzeigen entsprechen nicht den Standards der Coalition for Better Ads, die Google seit 2018 in Chrome integriert. Mit den neuen Richtlinien will das US-Unternehmen die Werbequalität erhöhen und die Usability verbessern.

Was Publisher bei der Chrome-Werbung künftig beachten sollten

Beim nächsten Google Chrome Update (Chrome 86, aktuell als Beta-Version verfügbar) gilt: aufpassen! Prüft rechtzeitig, ob ihr solche Werbeanzeigen auf euren Homepages habt und passt diese entsprechend an. So sichert ihr eure digitalen Werbeerlöse aus der Chrome-Werbung und sorgt für eine gute UX.

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Bildquelle: © stock.adobe.com / selinofoto

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